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Umsatzgefahr durch kostenlose Antivirensoftware?

AVG, Antivir, Microsoft, PC Tools und viele mehr – alle haben etwas gemeinsam. Die Firmen bieten eine kostenlose Antivirensoftware an. Das Schlimme daran: nicht mal so schlechte Software. Für Händler, welche genau in dem Bereich tätig sind, ein unguter Zustand, oder? Da wird dann die Mitbewerbersoftware schlecht geredet, auf deren Unzulänglichkeiten eingegangen und vieles mehr. Der Hauptmakel bleibt aber: die eigene Software kostet, die andere Software ist umsonst.Was macht der potentielle Kunde? Natürlich, nicht kaufen sondern kostenlose Software nutzen. Ärgerlich für die Hersteller und Händler, schließlich kann man von kostenlos nicht leben und das Business ist schon schwer genug.

Erst mal, was ist die Strategie der Hersteller? Keiner kann sich erlauben, Software zu verschenken. In vielen Fällen “erkauft” man sich die kostenlose Software mittels Werbeeinblendungen, längeren Updatezyklen, Funktionseinschränkungen und so weiter. Manche Hersteller genehmigen auch nicht die kostenfreie Nutzung im gewerblichen Einsatz. Die Strategie dahinter ist eigentlich fast immer die selbe: den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern sowie Bedürfnisse zu wecken. Wenn ein Programm X z.B. nur jede Stunde seine Patternfiles aktualisiert, aber gleichzeitig damit wirbt, dass das kostenpflichte Programm dies alle paar Minuten macht und damit enorm die Sicherheit erhöhen kann. Oder wenn Programm Y nur das lokale Laufwerk überprüfen kann, bei Netzlaufwerken (welche mittlerweile auch zu Hause relativ oft vorkommen) aber nicht mehr mitmacht. Schnell ist da der Eine oder Andere bereit, auf den großen Bruder umzusteigen und doch etwas für sein Programm auszugeben.

Es gibt aber auch kostenfreie Programme, welche offensichtlich nicht mit dem Makel der Funktionseinschränkung, Werbeeinblendung etc. daherkommen. Welches Ziel wird hier verfolgt? Eine breite Masse an Anwendern bringt enormes Feedback. Dieses Feedback kann direkt in die Weiterentwicklung und Fehlerbehebung fließen. Davon profitieren auf lange Frist natürlich alle Anwender. Gedacht ist dies aber für die zahlende Kundschaft, in der Regel geschäftliche Lizenznehmer mit einer größeren Anzahl an Lizenzen. Höhere Qualität, höhere Bekanntheit = mehr Kundschaft. Des weiteren wird damit die Markentreue geschärft. Ob die Qualität immer so stimmt und bleibt wird natürlich keiner garantieren. Und was ist nun mit dem Support im Fall der Fälle? Lesen Sie doch mal in den einschlägigen Foren selber nach bevor Sie sich für den Einsatz entscheiden (dies gilt übrigens aber auch für kostenpflichtige Software!).

Dem Nutzer kann im Grunde jedoch die Strategie des Unternehmens egal sein. Wenn das eingesetzte Produkt seinen Bedürfnissen entspricht und ausreichend ist, so ist alles richtig gelaufen. Besteht nun Handlungsbedarf für Anbieter kostenpflichtiger Antivirensoftware und Tools, also solchen wie wir selbst auch sind? Natürlich, aber unabhängig von kostenloser Software. Ziel muß es immer sein, dem Kunden Mehrwert für seine Bezahlung zu bieten. Das schöne daran, bei uns muß keiner die Katze im Sack kaufen. Alle Produkte, von NOD32 über Prevx und Mailstore, stehen als Testversion bereit und es kann sich jeder ein Bild über die Funktion, Bedienbarkeit, Kompatibilität usw. machen. Und unsere Erfahrung ist: nur ein Verkauf an einen zufriedenen Kunden ist ein guter Verkauf. Unsere Produkte müssen sich definitiv nicht verstecken und jeder Käufer bekommt einen Mehrwert für sein Geld – ohne Einschränkungen!

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